Die Reise ist gestartet , über Land und Meer nach Japan

Es geht nun endlich Richtung Asien.
25.Oktober Donnerstag
Pflichtbewusst machen wir noch eine Frühschicht bis 14.00 Uhr dann ab nach Hause. Taschen sind ja schon gepackt, deswegen ist noch genug Zeit bis uns unser Zug 17.14 Uhr nach Berlin bringt. Nach der Ankunft 19.38 Uhr am Berliner HBF setzen wir uns noch ins Hans im Glück und lassen so langsam den Urlaub beginnen. Weiter geht’s 21.00 Uhr mit der S-Bahn um ICC Messegelände dort befindet sich der Zentrale Omnibus Bahnhof (ZOB). Zuvor erhalte ich noch eine sms von Ecolines das der Bus sich um 75 min verspätet. Also wird gewartet. Endlich 23.45 Uhr trifft der Bus von Ecolines auf dem Gelände ein. Fast 2 Stunden zu spät !! Schaffen wir unseren Anschluss in Marijampole und in Riga , schließlich haben wir nur 15 min. Aufenthalt. Wir fragen die Bus Stewardess die unsere Tickets einzieht . (ist normal , bekommt man erst vor Ankunft wieder , damit man weiß wo man aussteigen muss). Kein Problem der Anschluss Bus wartet immer , na hoffentlich.

26.Oktober Freitag
Es geht auf Richtung Warschau , der Busfahrer hat schon über eine Stunde Verspätung rausgefahren Und siehe Ankunft in Marijampole 13.45 Uhr , wir sind wieder pünktlich. So umsteigen der nächste Bus geht nach Riga. Auch fast pünktlich , uns bleiben noch 5 Minuten statt der halben Stunde , zum neuen Bus . Also schnell Gepäck schnappen und zum anderen Bussteig , rein in die Karre und schon geht’s los Richtung Moskau. Die zwei Nächte im Bus schlauchen schon ganz schön 36 Stunden im Bus, die letzte Nacht taten mir alle beiden A-backen weh. Ich wusste nicht mehr wie ich mich noch hinsetzen könnte .

27.Oktober Samstag
So nun in Moskau , es ist 8.30 Uhr Busbahnhof Tushinskaya , etwas außerhalb der Stadt . Gegenüber der Haltestelle befindet sich eine Metrostation. Erstmal 2 Karten mit je 300 Rubel gekauft dazu kommt noch eine Kartengebühr von 50 Rubel, bekommt man aber wieder wenn man die Karte abgibt. Linie 7 bringt uns ziemlich nahe zum Zentrum aber da Wir eh erstmal zum Hostel möchten steigen Wir dann um auf Linie 1 die uns in die Kranoselsky bringt. Gegenüber der Metrostation und im Hinterhof befindet sich unser Hostel (nice Hotel Loft 37€).
Von außen stark Renovierungsbedürftig aber die Zimmer 4 Sterne . Erstmal mit der Dame von der Rezeption diskutieren , da Check in erst 14.00Uhr ist. Ich übersetze ihr auf dem Handy , das wir unbedingt mal duschen müssten und wir hier ja nicht schlafen möchten , da unser Zug schon 23.45 Uhr weitergeht. Und siehe da wir bekommen unser Zimmer.

Wir machen uns frisch, danach gegenüber in den Handyladen eine Simkarte besorgen Internet unbegrenzt in ganz Russland und diverse Freiminuten (glaube 700 und auch sms in Russland) frei , einen Monat für ganze 650 Rubel dazu noch Karte aufladen mit 700 Rubel um mal nach Hause zu telefonieren insgesamt 1350 Rubel (ca. 18€). Weiter auf den Weg in die Stadt , Linie 1 bis Theatralskya da ist man direkt am Kreml besser geht’s nicht. Schön erstmal Bilder machen , dann ins GUM zum Mittag essen , obere Etage gibt’s das Stolovaja 57 , ein russischer Imbiss zu normalen Preisen, da es ja im GUM recht teuer ist. Wir laufen dann noch ein bisschen durch die Stadt , Moskau ist schon auf jeden fall sehenswert.

Zurück zum Hostel . Wir warten die Zeit ab und endlich ist es 22 Uhr , es geht ca. 500m zum Yaroslwer Bahnhof , in strömenden Regen. Wir gehen rein , Sicherheitskontrolle. Taschen auf den Scanner , drinnen eine große Wartehalle , wir entschließen uns Abend zu essen bei KFC, also rein in den laden. Wenn du aber drinnen bei KFC bist , musst du dann wieder durch die Sicherheitskontrolle. So ein Mist. Naja , wir lassen uns Zeit mit dem Essen, 22.50 Uhr geht’s wieder in die Wartehalle. Unser Zug Moskau – Wladiwostok NR.2 wird angezeigt , Gleis 1 . Raus zu den Gleisen , jetzt schneit es. Ich wunderte mich schon , es stand auf der Anzeigetafel nur Moskau – Wladiwostok aber nichts von Peking?? Auf zu Waggon nr.2 , endlich erreicht , bei uns steht dran Moskau – Peking , wahrscheinlich wird der Zug irgendwo nochmal getrennt.

Wir betreten unser Abteil und sind überrascht. Alles tiptop sauber. Abteilgröße 210cm x 180cm und ca. 280cm hoch , die Betten sind 185cm x 60 cm. Es gibt diverse Lampen und auch eine Doppelsteckdose Europäische Norm, einen Tisch und diverse Ablagefächer hinter den Sitzen und über der Tür. Wir hören noch ein wenig Musik ,schlafen dann aber vor lauter Müdigkeit ein.

28.Oktober Sonntag
Wir wachen gegen 8 Uhr auf , meine gute ist total hippelig und will jetzt die Welt einreisen, ich denk nur , wir sitzen jetzt ne Woche im Abteil mach einfach mal langsam. Ich habe gelesen , es gibt eine Dusche, also erstmal in Waggon 1 , wir werden energisch von Waggon Mutti 1 gestoppt , wo wir denn hin wollen(zur Dusche) , Sie verweist uns in unseren Waggon. Zurück. Es geht zu unserer Waggon Mutti die uns mit in Waggon 3 nimmt zu ihrem Kollegen , der wahrscheinlich gerade erwacht und nicht begeistert ist uns die Dusche zu zeigen. Aber er tut es doch. Wir bedanken uns und schleichen uns wieder in unser Abteil. Also Morgenhygiene wird wahrscheinlich in der Toilette am kleinen Waschbecken gemacht. Wir vergammeln so den Tag. Ich bin ständig müde (denke wegen der Anreise) . 12 Uhr halt in Kirow (15 min.) es ist kalt, raus aus dem Waggon und frische Luft schnappen. Die Waggonmuttis befreien den Zug vom Eis.

Versuchen mit der Familie zu telefonieren und das klappt auch wunderbar
Hinweis: Wir haben uns ein Prepaid Karte von Megafon geholt mit unbegrenzt Internet. Nach ein paar Tagen Test kann ich nun sagen , lohnt sich auf jeden fall. Haben uns Skype runtergeladen um kostenlos mit den Kindern zu telefonieren, kostet keinen Cent und in den Bahnhöfen ist die Internetverbindung immer gut 4G bzw. H+ . Zum Anrufen auf das Festnetz in Deutschland über Skype bezahlt man ca. 8cent die Minute auf Handy ca. 20 Cent. Aber vorher Skype guthaben aufladen. Yotube schauen ist zb. Auch kostenlos sowie alle Messenger. Wir haben uns die Youtv.de App installiert nehmen da immer Filme oder Serien auf und laden die dann im Bahnhof runter.
Zum Mittag gibt es Nudelsuppe und Baguette vom Vortag. Das Tageshighlight , die Waggon Mutti saugt das Abteil, danach wieder Ruhe. Es gibt ein Mittagsschläfchen , der Wecker klingelt 15.30 Uhr nächster halt Balezino (20min.). es stehen ein paar Kioske auf dem Bahnsteig , 2 Eis und eine Cola 240 Rubel ca.3€. Nächster halt Perm 19.46 Uhr für 20 min. , raus aus dem Waggon, schlenckern und diverse Kioske besichtigen und auch ein Cafe mit Speisen befindet sich auf dem Gelände. Der Abend geht zu ende und wir schlafen bei Zeiten ein.

29.Oktober Montag
Die Nacht war bescheiden, es kam uns so vor als wär der Zug die ganze Nacht über Weichen gedonnert. 7,49 Uhr der Zug hält in Tyumen für 20 min. , Wir schlafen weiter.10 Uhr erwachen wir so langsam. Morgenwäsche und Frühstück( der Tag beginnt schon stressig). 12 Uhr halt in Ishim , 2C Außentemperatur , und es gibt Leute die rennen mit badelatschen und kurzen Hosen draußen rum. Wir waschen Wäsche im Wäschesack. Wir haben einen vonDecathlon 11l inhalt und funktioniert wunderbar.
Ca. 2l – 4 l warmes Wasser mit Rei oder Sil in der Tube einfüllen , Klamotten rein , schön schütteln und durchkneten , Klamotten mit Wasser ausspülen und aufhängen , fertig.

16.20 Uhr halt in Omsk , diesmal 45 min. Aufenthalt . Wir beeilen uns um in das Bahnhofsgebäude zu kommen , müssen aber über eine Fußgängerüberführung. Oben auf der Brücke ein Beamter und Schranken. Können Wir jetzt durch gehen und dürfen wieder zurück , da wir die Tickets ja bei der Waggon Mutti abgeben mussten. Ein Versuch den Beamten zu fragen scheitert, da Englisch nicht so beliebt ist. Glücklicherweise kommt eine Zugbegleiterin dazu und erklärt das es kein Problem ist, als wir dann zurück kommen steht sie immer noch bei den Schranken und lässt uns durch. Der Bahnhof ist schon riesig mit einer großen Wartehalle , ein Kaffee und ein kleiner Kiosk. Vor dem Bahnhof gibt es diverse Imbissstände und wir entschließen uns für Blätterteig Dreiecke mit Hackfleischfüllung und ein rundes(trockenes) Brot. Wir besichtigen noch den Vorplatz und machen uns dann zurück zum Zug.

Nächster halt in Barabinsk , es gibt verschiedene Kioske , wir telefonieren aber mit der Heimat bei uns ist es 20.30 Uhr zu Hause 15.30 Uhr , schon 4 Stunden Zeitverschiebung. 00.30 Uhr halt in Novosibirsk für 20 Minuten , sind aber Müde und verlassen den Zug nicht. Es stehen aber jede Menge Leute auf dem Bahnsteig.

30.Oktober Dienstag
10.30 Uhr wachen wir auf , nach einer kurzen Wäsche gibt es Frühstück. Hatten uns von zuhause noch Wurst Konserven , Marmelade und löslichen Kaffee mitgebracht dazu das trockene Brot von Omsk. Viele Städte kennt man ja noch aus dem Geographie Unterricht von Damals , aber jetzt hier zu sein ist schon ein komisches Gefühl. 13.00 Uhr Krasnojarsk 20 min. halt. Krasnojarsk ist ein große und wie es aussieht moderne Stadt. Im Bahnhof werden gerade die Bahnsteige erneuert und auch die Wartehäuschen. Leider gibt es keine Kioske und da Wir ein bisschen ängstlich sind und den Zug nicht verpassen möchten , bleiben wir am Zug. Normal schafft man es schon in das Bahnhofsgebäude und zurück , das nehmen wir uns für das nächste mal vor. In 4 Stunden ist der nächste halt in Ilanskaya. Nach 3 Tagen ohne Duschen (nur Katzenwäsche) tun wir uns heute mal den gefallen. Also ab zur Waggon Mutti , die mit uns dann in Waggon 3 geht und mit Ihrer Kollegin die Dusche öffnet. Duschen ist doch was feines.
Nach dem Duschen gehen wir wieder ins Abteil , kurz nach uns erscheint dann die Duschen Chefin mi strengem blick und meint 300 Rubel fürs Duschen , knappe 5 €. Das ist OK , vor der Reise hatte ich schon mal gelesen es kostet wohl 5 € pro Person also geht schon. Heute gönnen wir uns den Luxus und gehen in das Bordrestaurant. Außer drei Wodka trinkenden Männern, und einem Pärchen war keiner da. Die Kellnerin war nett und lächelte sogar , was hier ziemlich selten ist. Auf der Karte war für jeden etwas zu finden. Siehe Bilder
Das Essen war schmackhaft , es gab Borsch , Soljanka ein Cola und dann noch Hähnchenfilet mit Kartoffelspalten. Kosten für alles 1610 Rubel ca. 25€ .Beim Essen bemerken wir wie die Kellnerin das Pärchen zusammen scheißt. Die wollten noch was trinken bekamen aber nichts mehr , bei denen ging aber auch nicht mehr viel. 17.36 Uhr halt in Ilanskya für 20 min. Also raus an die frische Luft. Viele Kioske sind zu sehen. Und das erste mal auch alte Mütterchen die ihre Speisen anbieten. Es wird sich für eine entschlossen. Die hat einiges zu bieten über Trockenfisch, Buletten diverse Brote und Pelmeni. Wir nehmen 2 Brötchen und 5 Pelmeni knapp 100 Rubel 1,50€. Zum Abendbrot möchten wir das Brot von dem alten Mütterchen essen, es sind gar keine Brötchen. Siehe da es sind Piroggen ein gefüllt mit Hackfleisch (ei wenig fettig) eins mit Marmelade. Die Pelmeni sind kleine Teigtaschen (Tortellini) und haben eine Kartoffel oder Sauerkrautfüllung. Heute wird das einschlafen irgendwie schwer , erst gegen 01.30 Uhr gehen dann die Lichter aus.

Die aktuelle Speisekarte und der Fahrplan:

31.Oktober Mittwoch
Wir wachen auf ,da der Zug angehalten hat. In Irkutsk sind Wir , haben das aber irgendwie verpennt. Der Zug bewegt sich schon weiter. Wir stehen trotzdem auf und machen unser Morgenritual. Der Zug schlängelt sich die Berge hoch und wieder runter und dann ein Atemberaubender Blick auf den Baikalsee , bei schönster Morgensonne. Der Zug umkreist die Südspitze und man kann schöne Bilder vom See mit den Schneebedeckten Bergen im Hintergrund machen.

Nächster Stop Ulan Ude um 14.28 Uhr für 25 min. An jedem Bahnübergang unterwegs befinden sich Autosperren , wahrscheinlich wurden die Schranken nicht so für voll genommen , aber unterwegs oder auf jedem Bahnhof kann man einfach über die Gleise gehen . Über Ulan Ude gibt es nicht viel zu sagen , der Bahnhof wird gerade renoviert und es gibt ein paar Kioske , Temperatur +1C , die Sonne scheint , in Deutschland ist es erst 6.28 Uhr früh.

00.43 langer halt (1h17) in Chita , die Züge werden geteilt der vordere Teil mit 6 Waggons geht weiter nach Peking , der hintere Teil mit ca. 8 Waggons geht nach Wladiwostok. Die haben uns einfach die Mitropa weggenommen , also jetzt gibt es nur noch Instantnudeln und Brot. Gute Nacht
1.November Donnerstag
8.45 Uhr scheint die Sonne durchs Fenster, ich habe vergessen das Rollo runter zu machen , na toll. Na gut , dann wecke ich eben Simone , die sich sichtlich freut und wir wollen zur Morgenhygiene. Leider nicht möglich die Toiletten sind zu. Eigentlich machen die sie nur zu wenn wir im Bahnhof stehen , aber jetzt??? Gut es wird eben gewartet , eine Stunde später die Wagon Mutti macht die Klos wieder auf. Die Landschaft hat sich geändert von Birkenwäldern zu endlos weiter Steppe , kennt man von Mongolei Fotos. Wir halten für eine Stunde in Borzya ein großer Güterbahnhof , wieder wird die Lok gewechselt. Recherche zufolge machen die das ab und zu weil es eine Strecke Gleichstrom gibt und dann wieder Wechselstrom. Die Sonne lacht bei +1C , es gibt viele streunende Hunde am Bahnsteig , es ist hier nur eine Zwischenstation . Es gibt 50 m entfernt einen Kiosk der auch mal frisches Obst und Brötchen anbietet , wir decken uns ein. . Jetzt noch 2 h bis Zabaykalsk 13.30 Uhr Ankunft. Wir müssen den Zug verlassen für 2-3 h sagt die Waggon Mutti. Vielleicht gibt es ja hier etwas zu Mittagessen. Rein in den Bahnhof , leider nur ein kleines Cafe mit Speisen, ich frage höfflichst , 2 Pelmeni , Antwort unfreundlich NJET .Nach uns betreten noch 3 Frauen aus Finnland das Lokal und werden wieder rausgeschickt. Na danke da vergeht einem gleich das Essen. OK wieder raus auf den Bahnsteig und über die Bahnbrücke zur Stadt. Das Nest ist schon ziemlich runtergekommen, von einem Laden nichts zu sehen , erst recht keine Kneipe na toll. Nach einer Stunde durch die Stadt irren , zurück zum Bahnhof.

Wir gehen wieder am Cafe vorbei die 3 Mädels sitzen jetzt drin und haben schon gegessen. Auch wir probieren es nochmal, ich bestelle Pelmeni , Suppe und ein Getränk , Madame nimmt mit mürrischer Mine und Kaugummi im Mund die Bestellung entgegen. Ich staune , 270 Rubel ca. 4 € , das ist annehmbar. Nach einer Weile kommt unser Essen, nicht sehr schmackhaft aber wenn man Hunger hat.
Nach über 3 Stunden geht es zurück in den Waggon. Es muss wieder gewartet werden dann kommt Polizei mit Hund , danach Taschenkontrolle , als nächstes werden Wir unsere Pässe los. 20 min. Später sollen wir raus , es gib eine extra Behandlung für uns. Ein Büro wird geöffnet , hinsetzen , danach Fragen beantworten. Wo geboren , verheiratet , Arbeit , wo Arbeiten , blabla. Er schreibt alles auf. Zum Schluss dann die Frage die ihn wahrscheinlich am meisten interessiert. Ihr habt 2 Stempel vom Iran im Pass , Warum???? Wir erklären ihm , 2015 mussten wir durch den Iran da wir nach Dubai wollten, 2017 nochmal weil uns der Iran so gut gefallen hat. Nächste Frage , Warum Simone einen Schleier auf dem Foto aufhat. Weil die Botschaft das so verlangt. MMMhhh OK. Er geht , ein jüngerer Kollege erscheint (der weiß wahrscheinlich wie der Computer funktioniert) . Wir machen noch schöne Fotos von vorne , der Seite alle Finger + Handflächen werden eingescannt, und dann sind wir fertig. Ich fühle mich wie ein Krimineller. Aber OK , wenn ich den Pass wieder bekomme kann es ja nicht so schlimm sein. Zurück in den Waggon , warten ca. 20 min. danach fahrt zur Chinesischen Grenze ,19.00 Uhr. Ein nagelneuer Bahnhof , jede Menge Beamte auf den Bahnsteig. Gegenüber die Stadt Manjur. Beleuchtete Hochhäuser sind zu sehen sieht ein wenig wie klein Las Vegas aus. Der erste Trupp kommt rein alles junge Leute. Zettel zur Einreise du Ausreise ausfüllen , den zur Ausreise natürlich aufheben, bis zur Ausreise. Taschen und Abteilkontrolle , aber alles sehr freundlich und nicht so ruppig , wie bei unseren Russischen Freunden. Alles raus aus dem Zug in reihe aufstellen. Da bemerke ich erst es sind ca. nur nach 20 Leute im Zug . Mit Eskorte laufen wir zur Passkontrolle in das Gebäude, alles neu und super sauber. Die Pässe und das Visum werden kontrolliert , wie bei allen anderen auch. Aber Wir bekommen wieder Sonderbehandlung. Unsere Pässe werden wieder eingezogen, dürfen uns auf die dicken Ledersessel setzen und warten. 10 min. später 2 Grenzer fragen Iran warum ( die kommen wenigsten gleich auf den Punkt) . Ich erkläre es ihnen auch OK. Sie verschwinden wieder mit dem Pass, ca. 20 min. später ich frage mal nach was den nun sei , wahrscheinlich musste er erst bei seinem Oberst anrufen und fragen ob das in Ordnung sei. Komisch ist nur das wir letztes Jahr im Iran auch Chinesische Reisegruppen gesehen haben , weis nicht wo das Problem ist. Gut , Die Pässe werden überreicht und es geht zurück zum Zug , jetzt ist es ca. 20.15 Uhr. Abendbrot und warten. Ich schlafe ein , und der Zug bewegt sich erst wieder 23.55 Uhr weiter.
02.November Freitag
Transsib
Irgendwie kam mir die Nacht ruhiger vor , die Chinesischen Schienen scheinen besser zu sein , es war nicht so ein gepolter sondern ganz ruhig. 9.15 Uhr halten wir in Anansi , ein Provinz Bahnhof in der Pampa, aussteigen Fehlanzeige. Die Waggon Muttis schlafen auch noch. Klopapier ist auch nicht aufgefüllt nur gut das wir dran gedacht haben. Weiterfahrt nach Harbin , 12.29 Uhr. Wir steigen aus laufen den Bahnsteig ein wenig umher. Ein Riesen Bahnhof , na bei über 4 Mio. Einwohnern ,alles blinkt und blitzt , und auf jedem Bahnsteig ein Beamter. WOW Begeisterung macht sich breit. Bis Morgen früh nur noch 3 Stationen mit kurzem Aufenthalt. Auf den Bahnhöfen in China gibt es dann auch keine Kioske oder ähnlichse wo meine seine Vorräte wieder auffüllen kann.
Utensilien die wichtig sind für die Transsib (denken wir)
Bad: Badelatschen , Hausschuhe oder Hotelschuhe, unverzichtbar. Die Waggon Muttis meckern wenn man in Straßenschuhen oder in Socken durch den Zug latscht. Toilettenpapier braucht man eigentlich nicht, wenn die Waggon Muttis aber nicht bei Zeiten auffüllen wird es eng, oder wenn man lange Aufenthalt hat z. B. In Zabaykalsk. Apropos Zabaykalsk , da gab es wieder Toiletten zum hinhocken. Handtücher , bei und aus Microfaser (Decathlon gr.L) die im Abteil (2 für jeden) sin ca. 30 x 20 cm. Also mini. Eine Isolierten Waschsack um Wäsche zu Waschen (Decathlon 11l). Sil oder Rei in der Tube. Wäscheleine am besten aus Gummi mit Hacken vorne und hinten.
Küche: Getränke oder Essbecher aus Plaste (wegen Gewicht) , am besten mit Deckel zum zuschrauben ( bei uns von Tchibo).Macht sich gut bei den Instantnudeln , bleiben länger heiß. Plastebesteck (Decathlon) Brot hatten wir uns in Moskau noch geholt , gibt’s auch an den Bahnsteigen ab und zu , aber nur Trockenes weißes Brot. Dosenwurst , Dosenfisch , Marmelade , Butter etc. Teebeutel , Instantkaffee , Tütensuppen und 5 min. Terrine ( haben wir in Frühstücksbeutel 250ger umgefüllt wegen Platz). Natürlich noch zu trinken. An den Kiosken gibt es auch alles und die Preise sind auch in Ordnung (wussten wir vorher aber nicht).
Extras: Mp3 Player mit Ordentlich viel Musik (oder Handy) , kleiner Lautsprecher , macht es im Abteil gemütlicher , Verteilerdose hatten wir auch mit , da es nicht offensichtlich das die erste Klasse eine Doppelsteckdose hat. Die anderen Klassen haben nur im Gang Steckdosen und da braucht man eine Mehrfachverteiler. Die Stecker haben im Zug Europäische Norm und haben auch 220V. Empfehlen können wir noch ein Tablet oder Laptop um vielleicht Filme zu schauen. Es gibt keine TV oder WLAN im Zug. Und ein Kindle damit man nicht die ganzen Bücher schleppen muss.

03.November Samstag
Ankunft Peking
Nachts gegen 00.30 Uhr hält der Zug nochmals für 5 min. , aber das merk ich nur im Halbschlaf . 4.00 Uhr klingelt der Wecker. Wir machen noch ein Frühstück mit unseren letzten Kaffeesticks und dann werden die Rucksäcke verschnürt. Ankunft pünktlich in Peking 05.44 Uhr . Endlich da, und mal raus aus dem Zug , komisch nur wir sind die einzigen die Aussteigen. Wo bleiben die beiden Russen mit den Hunden und das Finnen Pärchen?? O.K. Trotzdem geht es Richtung Ausgang, da bemerke ich ,es ist die Beijing Railway Station , von North steht da aber nichts. Jetzt müssen wir am U-Bahn Plan uns erstmal eine neue Strecke zu unserem Hotel raussuchen. Gesagt getan , ab zum Ticketschalter. Ich bestelle eine 10er Karte , Unverständnis auf Gegenseite . Die Dame macht mir verständlich das man nur immer eine Strecke kaufen kann. Ich schreibe ihr auf den Zettel Xisi (Station) in der nähe des Hotels. Wir bekommen 2 Tickets für 6 Yuan (nicht mal ein Euro) . Ab in die U-Bahn , Gepäckcheck und Personencheck. Und das an jeder Station. Macht sich auch gut mit den Rücksäcken und den Winterklamotten. Die U-Bahnen sind sehr sauber und überall jede Menge Personal. Mit Umstieg fahren Wir nach Xisi. Aus der Haltestelle raus und dann noch 100 m. 6.30 Uhr Ankunft. Eine Frau kommt raus , und wir gehen rein. Keiner da?? Doch , in der Ecke schläft ein Junger Mann auf drei Stühlen. Er wacht auf , und es wird eingecheckt. Sogar unser Zimmer dürfen Wir schon nutzen, perfekt. Die frage nach unserer Post kann er uns nicht beantworten, Kollege kommt später. Aus Deutschland haben wir über China Highlights Tickets für die Innerchinesischen und die Transsib zurück bestellt. Das warten nervt, sind die Tickets da , hat alles geklappt???. Na gut , aufs Zimmer und erstmal Frühstücken. Das Zimmer ist sehr einfach und es gibt als Heizung nur einen Ölradiator und Wärmelampen im Bad , 2 Nächte das schaffen wir schon. Hatten uns gegenüber im Lawsen (24h Shop) etwas geholt. 8.00 Uhr , nochmal an die Rezeption. Der Typ/Chef ist nun da. Und auch unsere Tickets. Ab auf das Zimmer und alles nachsehen. Danke es ist alles vollzählig, Freude über alles. So nun aber los ,ab zum Platz des himmlischen Friedens . Wir durchstreifen ganz Peking , Tempel hier und da, an einem werden gerade Birnen gepflückt , du wir bekommen welche geschenkt , Glockentürme , Hutongs (alte Stadtviertel mit verschlungenen Gassen ) und diverse andere Denkmäler.

Danach findet sich noch ein Vergnügungspark, mit Seen und vielen kleinen Straßenrestaurants. Natürlich probieren wir die eine oder andere komische Sache. Bis 18 Uhr haben wir bestimmt schon 20 KM auf den Beinen. Unterwegs besuchen Wir manche öffentlichen Toiletten , da es bei MC Donalds oder anderen Einrichtungen keine gibt. Immer Toilettenpapier mithaben und es sind meistens Hock klo`s , manchmal ist aber auch eine Sitztoilette dabei. Was aber immer fehlt sind Türen vor den Toiletten. 18 Uhr zurück zu Hotel , die Füße brennen. Kurz ausruhen und mit zu Hause telefonieren. Alles O.K. sehr schön. Wieder raus in unseren Hutong. Unterwegs sieht man ab und zu noch Damen die an der Straße Tänze vorführen oder sich darin probieren Wir streifen noch ein wenig umher gehen aber gegen 21.00 Uhr nach Hause.

Sonntag 04.November
Mauer und Peking
Es weckt uns der Wecker um 5.00 Uhr. Heute gibt es einen Ausflug zur Chinesischen Mauer, den Wir am Vorabend an der Rezeption gebucht haben. Kosten pro Person 260 Yuan p.P.(40 €). 6.30 Uhr ist Start. Den kleinen von der Rezeption machen wir auch noch munter damit er uns aus dem Hotel lässt, es ist alles verrammelt. 7.00 Uhr immer noch keiner da. Die Rezeption ruft den Reiseveranstalter an , und siehe da die haben uns vergessen. Er gibt uns Geld für das Taxi (hat er bestellt) und lässt uns zu der U-bahn Station bringen wo die Busse sich alle treffen. Unser Reiseleiter , ein Spargel mit schlechtem Englisch erklärt uns das nötigste. Nach einer Stunde Busfahrt erstmal Pause . Dann geht’s nach Muntaniya zur Mauer. Der Guide holt die Tickets und es geht noch ein Stück den Berg hinauf. Dann erstehen wir noch die Karten für die Seilbahn (120 Yuan p.P. ca. 15€) , denn nach Bergauf laufen ist uns nicht. Die Seilbahn fährt ca. 5 min. Oben angekommen erkunden Wir in beide Richtungen die Mauer. Wahnsinn . Wir stehen auf dem längsten Bauwerk der Welt. Von unten war kaum etwas zu sehen , die Wolken hingen runter und es nieselte. Aber hier oben hatten wir eine sehr gute Sicht über mehrere Türme. Massen von Touristen Wälzen sich die Wege entlang aber es gibt auch immer mal kleine Strecken wo man kurz allein ist. Nach 2 Stunden geht’s diesmal die Treppen runter . Unten angekommen schlackern uns die Knie. Erstmal einen Snack bei Subway und dann noch eine Stunde warten bis zum Mittagessen. Wir gehen ins Lokal und wollen eigentlich nur einen Tee trinken da es Arsch kalt ist. Drinnen sind schon 4 Leute von uns da, wir setzen uns mit hin und kommen ins Gespräch . Der Rentner ist aus Kanada und besucht hier seine Familie. Und die zwei Mädels auf der rechten Seite sind aus Paris und waren letzte Woche schon in Tokyo, Osaka und Kyoto , genau das haben wir doch auch noch vor. Sie schwärmen von Japan da wär alles anders. Das Essen ist diesmal wirklich gut. Danach geht’s wieder zurück. Mit im Stau stehen sind wir 16.30 hr zurück in Peking. Es geht jetzt mal in ein Shoppingcenter im Zentrum , wir müssen uns aufwärmen. Die Teile sind schon ziemlich groß , aber es gibt nur Designer Mode. Laut Navi ist um die Ecke die Wangfujing Street, eine Food Street mit jeder Menge kleiner Küchen. Und ja es gibt allerlei Eckliges Zeug. Kleine gebratene Käfer die noch Zappeln , diverser eingelegter Tofu , stinkende Würstchen , gegrillte Fleischkeulen , Krabben , Tintenfische und auch jeder Menge Süßkram , etc. Wir entschließen uns für einen warmen Wrap gefüllt mit Salat , Gurkenscheiben , Sojasoße und frisch abgeschnittenen Entenfleisch. Das Straßen sind voll von Touristen aller Nationalitäten und auch die 2 Französinnen von der Mauer sehen wir wieder. Gegenüber befindet sich noch ein großes Kaufhaus, innen ein Costa Coffee , unser Lieblingscafe. Im Untergeschoß befindet sich noch eine Süßigkeiten Abteilung. Ich kann es nicht fassen , es gibt hier die White Rabbit Bonbons die ich noch aus meiner DDR Kindheit kenne , wir nehmen gleich ein paar mit und sie schmecken auch wie früher. Zurück im Hotel , bezahlen wir unsere Übernachtung, und möchten ein Taxi für morgen früh bestellen. Unser Zug nach Qingdao geht 6.21 Uhr und wir möchten gerne 5.00 Uhr geholt werden. Das das ein Problem wird konnte man nicht ahnen. Taxis fahren eigentlich nicht Nachts oder so früh in Peking und wenn doch dann zu einem ordentlichen Preis (bsp. Fahrt zur Metrostation 8km 35 Yuan, fahrt morgens zum Bahnhof 9km 160 Yuan ca. 22€). Unsere Metrolinie fährt auch erst ab 5.28 Uhr morgens. Nach langer Diskussion entscheiden wir uns dann doch zur Metro obwohl uns das eigentlich zu knapp erscheint. Ab ins Bett , Nachtruhe.

05.November Dienstag
Fahrt nach Qingdao und Weidong Fähre
Kurz nach 5.00 Uhr gehen wir zur Metro. Die Gitter werden gerade geöffnet und für den Sicherheitscheck müssen wir noch 5 min. warten. Dann kommt die erste Metro und um 5.45 Uhr sind wir im Bahnhof. Nach kurzer Suche findet sich das Gate . 2 Sicherheitschecks, ein Parfüm wird noch eingezogen , Pass und Ticketkontrolle und ab zum Zug. Sieht innen aus wie ein ICE fährt aber konstant 300 km/h nicht wie in Deutschland . Die fahrt ist angenehm , nur der Service nervt ein wenig. Ständig kommen Stewardessen durch und wollen einem etwas verkaufen. Getränke , frisches Obst , Frühstück , Mittag und Spielzeug wird angeboten. Pünktliche Ankunft in Qingdao Süd (nan) um 11.10 Uhr. Es nieselt , es ist frisch 11C und wir gehen mal an den Strand . Tatsächlich baden welche in der kalten Brühe. Langsam bewegen wir uns Richtung Fährterminal ca. 4km , Simone jammert. Es geht durch neu erbaute Hochhäuser bis hin zum Fährterminal der gut zu finden ist. Auch dank unsrer Offline App Maps.me . Rein ins Gebäude und erstmal die Reservierung in ein Ticket umtauschen. Die Tickets hatte ich vor der Reise Online und auf halb Koreanisch auf der Website www.weidong.com gebucht , war auch schön umständlich. Nach ca. 1,5 h geht’s zum Sicherheitscheck. Danach Passkontrolle, natürlich nicht ohne Probleme. Wir haben ein Ä im Namen auf dem Visum steht aber AE , was natürlich zu Problemen führt und diverse Mitarbeiter gerufen werden um das aufzuklären. Trotzdem bekommen wir unseren Ausreisestempel und dürfen an Bord. Freundlicher Koreanischer Empfang. Unser Bettensaal wird zugeteilt. Economy heißt eigentlich ein Raum mit vielen Matratzen , aber wir haben Glück , und bekommen ein Doppelstockbett. In einem Raum mit 50 weiteren Personen. Danach geht es das Schiff erkunden. Ein Restaurant , ein mini Duty Free Shop und auch ein kleiner Supermarkt ist vorhanden. Wir setzen uns mit Laptop und Buch vor das Restaurant und schreiben noch an unserem Blog. Alle die nichts Konsumieren werden weggeschickt , nur unser eins nicht. Auch scheinen wir die einzigen nicht Asiaten zu sein. Abendbrot gibt es 17.30 Uhr. Für 10000 (8€)Won pro Person kann man sich satt Essen. Die Fahrt über das Chinesische (Gelbe) Meer verläuft sehr ruhig. Irgendwann gegen 24.00 Uhr schlafen wir ein.

 

 

Dienstag 06.November
Ankunft Incheon und weiterfahrt Busan
7.00 Uhr wache ich auf und wecke Simone, wieder eine Stunde Zeitverschiebung. Frischmachen und ab zum Frühstück. 6000 Won (5€) für warmen Reis diverses Gemüse und warme Wachteleier. Meins ist es nicht . Aber was anderes gibt es nicht. Natürlich kann man auch Nudelsuppe im Supermarkt kaufen und mit kostenlosen heißen Wasser aufgießen, aber die Nudelsuppen haben wir echt satt. Jetzt setzen wir uns in die Lobby und schauen noch raus auf das Meer , immer mehr kleine Inseln kommen zum Vorschein , weit kann es nicht mehr sein. Nun ist es 12.30 Uhr also viel zu spät in Incheon angekommen. Da gerade Ebbe war mussten wir natürlich noch durch das Schiffshebewerk. Und das hat natürlich gedauert. Das Schiff wurde dann von den vielen Leuten geleert aber alle Ordentlich in Reih und Glied. Im Hafen die übliche Prozedur. Passkontrolle danach Gepäckcheck und Kontrolle ob Lebensmittel mit sind. Alles was Fleisch, Milchprodukte und Gemüse ist muss weg. Raus aus dem Hafengebäude und Richtung Incheon Station ca. 1,5 km. Nach 300 m sehen wir auch eine U-Bahn Station (Sinpo) . Runter in die Subway alles blitzt und blinkt ,sauber. Am Fahrkartenautomaten suchen wir unsere Linie Richtung Seoul raus. Erst mit der Sun Line nach Incheon Station und dann mit Linie 1 weiter bis Seoul Station kosten 3700 Won ca.3€ , dafür kann man bis Seoul fahren einmal umsteigen in Incheon und dann in Guro. Alles ist auch mit Englischer Schrift ausgezeichnet. Für den Fahrpreis bekommt man eine Karte die man nach der Fahrt dann in einen Automaten am Ausgang jedes Bahnsteiges stecken kann, und eine Gebühr von 500 Won Wiederbekommt. Hoch zum Bahnsteig , die junge Chinesin die wir auf der Fähre kennengelernt haben hat die gleiche Richtung und zeigt uns den Weg. Dann ca. 45 min. Fahrt bis Seoul Hauptbahnhof (Station) . Auf zum Ticketschalter , alles geht ziemlich flott , der junge Mann hinterm Tresen, versteht uns ganz gut, 2 mal Busan in ca. 1 Stunde. Ticketausdruck bezahlen 120000 Won ca. 100 € und das war es schon. Plätze sind auch Reserviert und im Preis enthalten. Noch ab etwas Essen und dann zum Bahnsteig. Der KTX Zug sieht ordentlich schnell aus. Kostenfreies Wlan im Zug ohne Anmeldung , perfekt. Mit 300 km/h geht es Richtung Busan. Dort gegen 17.45 Uhr angekommen, ins Motel und dann Stadtbesichtigung. Es Ist schon spät, viel schaffen wir nicht mehr. Nochmal zum Bahnhof und nachschauen wie man am besten den nächsten Tag zur Fähre kommt . Ganz einfach durch den Bahnhof durch und auf der anderen Seite ca. 500 m ist das Terminal also leicht zu finden. Auffällig ist das es viele Russen gibt , und dazu einen Russenstrich. Müde von der Überfahrt legen wir uns 22.30 Uhr ins Bett.

Mittwoch 7. November
Fähre , Hakata , Osaka ,

Der Wecker klingelt 5.30 Uhr, auf zur nächsten Fähre , der Beetle . Gebucht von zu Hause über Directferries.com . Wir Checken in der ersten Etage am Counter ein, Die Buchungsnummer wird in ein Ticket umgewandelt und wir dürfen noch ca. 25 € irgendwelche Gebühren bezahlen (Tax und Treibstoffzuschlag). Dann in den Wartesaal , und 8.10 Uhr auf zur Fähre. Pünktlich 8.30 Uhr legen wir ab. Die See ist unruhig aber das macht dem Boots nicht weil es oberhalb der Wellen gleitet. Kurzer Stop an einer Insel (Tushima), und pünktlich 12.15 Uhr Ankunft in Fukuoka. Pass und Sicherheitskontrolle (Fingerabdruck und Foto) mit Drogencheck (Abstrich) am Gepäck, alles schnell und ohne Probleme. Da Madame die Füße weh tun nach 500 Metern entschließen wir uns den Bus zu nehmen . Eingestiegen wird hinten , Tickets ? keine!. Also erstmal schwarz fahren. An der Station angekommen , müssen alle vorne aus dem Bus , die Tickets werden eingesammelt und wir können auch noch bezahlen. Das es warm ist muss man noch erwähnen. Die Jacken haben wir schon auf den Rucksack geschnallt aber mit Pullover ist es auch noch zu warm. M Bahnhof gibt es hinten rechts einen großen Ticketschalter und da kann man auch seine Railpassreservierung in einen Railpass (Pass brauch man dazu)umwandeln. Alles wieder schnell und freundlich. Auch Sitzplatzreservierung kann man schon für seine Reise vornehmen, ohne Zusatzkosten. Da wir noch kein Frühstück hatten , gönnen wir uns ein wenig Gebäck , auch sehr lecker. Um zum Bahnsteig zu kommen muss man sein Ticket an der Seite bei einem Bahn Angestellten vorzeigen und kann dann durch , das funktioniert immer einfach. Unser Shinkansen fährt natürlich pünktlich und kommen kurz vor 18.00 in Osaka Shin an. Weiter mit der Regionalbahn nach Osaka Station. Wir verlassen den Bahnhof natürlich in der falschen Richtung , also nochmal zurück , wieder durch die Massen und auf der anderen Seite wieder runter. Dann noch 800m bis zum Drop Inn Hostel. Ein schönes Teil. Klein und schnuckelig , mit Matratzen auf dem Fußboden , also original Japanisch. Auf in die Innenstadt , nach Dotombori fahren wir ab Station mit der Roten Subway Linie nur 4 Stationen. Mann ist hier was los, alles blinkert und ist hell erleuchtet , jede menge Kneipen und Geschäfte . So haben wir uns das vorgestellt.

Donnerstag 08.November
Tokyo
9.16 Uhr fahren wir von Osaka-Shin nach Tokyo. 12.10 Uhr pünktlich wie immer auf unserer Reise kommt der Shinkansen in Tokyo Station an. Da wir den Japan Railpass haben können suchen wir uns den nächsten Vorstadt Zug um nach Ueno zu kommen. Im Railpass sind alle JR und Shinkansen (außer Nozomi und Mizuho) enthalten. Alles geht ziemlich schnell und es ist auch alles gut ausgeschildert. Noch 1,4 km zum &AND HOSTEL UENO, ein kurzer weg. Angekommen ist niemand da, erst ab 16 Uhr. Glücklicherweise ist die Vorertür offen und wir stellen unser Gepäck rein , denn warten wollen wir nicht. Wir besichtigen alles was auf unserem Plan steht. Erst hoch auf das Rathaus (Kostenlos) mit super Blick über weite Teile Tokyos . Dann noch verschiedene .
Freitag 09.November
Tokyo
Wir erkunden weiter die Stadt. Zuerst nach Shibuya , die wohl bekannteste Kreuzung. Vom Starbucks an der Ecke hat man einen schönen Ausblick von oben. Die Aussichtsplattform vom Magnet Kaufhaus macht erst 11 Uhr auf , dafür sind wir aber zu zeitig dran. Die Takeshita Street darf nicht fehlen viele Kuriose Sachen gibt es da.

Mittags fahren gehen wir in den Zoo von Ueno (5€) und kucken Pandas 70 min. Wartezeit , die natürlich pennen. Wir gehen noch zum Schrein, Richtung Skytree Tower da gibt es noch jede Menge Läden. Akihabara , Elektrocity genannt machen wir Abends , denn natürlich wollen wir die ganzen Leuchtreklamen sehen.
Samstag 10. November
Heute lassen wir es ruhig angehen. Der letzte Tag. Tip: Besucht TOKYO es ist Atemberaubend.

Sonntag 11. November
Kyoto
Rückreise Tag. 4.45 Uhr schellt der Wecker, kurz darauf geht’s wieder zum Bahnhof und nach Umstieg in Tokyo Station nach Kyoto. Dort angekommen umstieg in die U-Bahn Richtung Inari Schrein , den wohl bekanntesten Japans.

Wir vertreiben uns noch ein wenig die Zeit in Kyoto. Gegen 14 Uhr entscheiden wir uns dann ein paar Züge eher nach Hakata zu fahren. Hatten zwar erst für 19.45 Uhr eine Sitzplatzreservierung aber jetzt auf Krampf hier rumhängen muss auch nicht sein. Ab zum Bahnhof . Zum Ticketschalter und versuchen noch eine Platzreservierung (ist auch kostenlos)bis Hakata zu bekommen. Leider unmöglich die Züge sind voll. Es wird nachgeschaut, in 20 min. geht ein Zug nach Shin-Osaka. Den nehmen wir. Rauf auf den Bahnsteig und schön in Reihe angestellt in die Waggons mit den nicht reservierten Plätzen. 18 min. später Osaka Ankunft. In 38 min. geht ein Zug nach Hakata. Wir gehen gleich zum Gleis , denn heute ist Sonntag und Massen von Leuten stürmen die Züge. Wir stehen an zweiter Stelle vor Wagen 1. Der Zug kommt 20 min. vor Abfahrt. Erst muss noch eine Reinigungskolonne rein. Die Putzen die Sitze, Fenster und drehen auch die Sitzbänke um damit alle in Fahrtrichtung sitzen. (Cool). Der Zug wird Rappelvoll , viele stehen auch im Gang. 19.46 Uhr Hakata an, und noch 1,8 km zum Webase Hostel. Das wurde erst 2017 erbaut und liegt in der Mitte zwischen Bahnhof und Fährhafen.Das Hostel kann man nur empfehlen. Alles Tip Top. Dann geht’s nochmal zum Bahnhof Abendbrot essen. Alles ist schon Weihnachtlich geschmückt. Sieht wie ein Weihnachtsmarkt bei uns aus.

Montag 12.November
Auf nach Seoul
Wieder zeitiges aufstehen denn 8.30 Uhr geht unsere Schnellfähre (Beetle) nach Busan in Südkorea. Reservierung vorzeigen , Platz auswählen und dann noch ca.30€ (für beide) Treibstoffzuschlag bezahlen. Kurzes warten bis Checkin . Da wird von mir noch verlangt 500 Y Pro Person für Tax zu zahlen. Das soll man wissen. Da steht ein Automat , und alles auf Japanisch. Da wir schon unser ganzes Japanisches Geld ausgegeben hatten , mussten wir halt nochmal 1000 Yen wechseln. Danach ging es auf das Boot. Das Boot legt ab und bis man nicht mehr zu sehen war winkt einem die Landmannschaft hinterher. Eine schnelle überfahrt und 11.35 Uhr Ankunft in Busan. Die Zollkontrolle geht schnell , und wir sind schon 12.00 Uhr im Bahnhof von Busan. 2 Tickets für 12.30 nach Seoul 120000 Won ca. 100€. Um das Eck vom Bahnhof ca. 200m befindet sich unser Hotel , das K-Grand eher Hostel. Treppenaufgang saumäßig aber das Hotel geht. Wenigstens ist es sauber. Meine Gute stresst mich schon wieder. Was wir heute alles noch sehen müssen. Ok denk ich , wenn man schonmal hier ist. Machen wir eben die Touri Tour , Tempel und verschiedene Märkte. Abends merken wir es deutlich in den Füßen nichts geht mehr bestimmt 15 km runtergeleiert.

Den nächsten morgen lassen wir wieder ruhig angehen.
Dienstag 13 November
Seoul und Fähre.
Ein bisschen Stadtbesichtigung und Souvenirs shoppen ist noch drin. 12.00 Uhr nehmen wir dann die Metro nach Incheon ca. 45 min. dann umsteigen in die Suin Line und noch eine Station bis Sinpo, ca. 300m vom International Ferry Terminal Incheon entfernt. Ab zum Ticketschalter und die Reservierung in Tickets tauschen. Die Dame blättert meinen Reisepass durch, sie sucht unsere ersten Einreisestempel . Ich Zeige sie ihr , da die Blätter auf der Seite ein wenig kleben. Dank dem Hardrock Cafe in Osaka. Die hat mir den Kassenzettel , Taxfree genau auf die Chinesen Stempel geklebt. Blöd eben. Bevor ich noch sagen kann das wir gerne ein Bett am Fenster haben möchten , drückt sie mir schon die Tickets in die Hand. Draußen stehen Gepäckfächer. Glücklicherweise ist noch eins frei, und wir stecken unsere Rucksäcke rein. Bis 16.30 Uhr ist noch Zeit. Gegenüber vom Terminal befindet sich noch ein kleiner Shoppingcenter. Es wird noch zu Mittag gegessen und wir wundern uns nicht schlecht es gibt viele Großabpackungen. Aber auf den Rückweg sieht man einige Chinesen mit vielen Kisten und eben auch den Großpackungen. Wahrscheinlich ist es in Korea nochmals günstiger , gerade Kaffee und Nudelsuppen kaufen sie jede Menge. Aber auch andere Sachen wie Töpfe und und und. Eine halbe Stunde vor Abfahrt begeben wir uns in die Wartehalle. Es ist eine Lautstärke , viele Chinesische Tourigruppen und jeder will lauter sein. Auch fällt uns das Rotzen wieder auf. Ja das haben wir in Peking schon oft gehört. Einfach räuspern und auf die Straße rotzen , gehört wahrscheinlich zum guten Ton. Dann geht’s mit großen Stress, der Chinesen wegen auf das Boot , wieder die Weidong Golden Bridge Nr. 5 wie auf der herfahrt. Raum Nr. 302 Bett 31 und 32 , leider nicht am Fenster. Auch das Abendbrot nehmen wir heute in Form einer Nudelsuppe und Toastbrot zu uns. Das Buffet für 10000 Won p.P. kann man aus unserer Sicht nicht wirklich genießen. Gegen halb eins falle ich in die Heia. Simone schläft schon 2h.

Mittwoch 14. November
Qingdao und Shanghai
Es ist wieder eine sehr ruhige Überfahrt, keine Wellen in Sicht. Auch in unserer Kabine ist es ruhig , nicht wie auf der Hinfahrt. Allgemein sind weniger Leute. Ankunft im Fährhafen von Qingdao gegen 9.30 Uhr. Das Schiff wird geleert, langsam denn es fahren uns Busse zum Terminal. Pass und Zoll geht flott. Mit dem Schwarz Taxi nach Qingdaobei den Nordbahnhof 100 Yuan ca. 13€ für 15 km. Dann haben wir noch ca. 3 Stunden bis zur Abfahrt. Ein riesen Bahnhof , alles neu. Und kalt ist es auch. Wir Essen unten in der Eingangshalle etwas, aber auch nicht lecker. Dann warten wir , und frieren. Der Zug ist rappelvoll und kalt. 21.04 Uhr was soll ich sagen pünktlich in Shanghai Hongqiao. Metrolinie 2 führt uns fast bis zum Hotel.
Donnerstag 15. November
Heute steht Stadtbesichtigung auf dem Plan. Natürlich darf der Bund nicht fehlen , das ist die Uferpromenade wo man auf der anderen Seite die Hochhäuser bestaunen kann. Es regnet heute den ganzen Tag , das kann die Stimmung schon ganz schön drücken. Aber wir sind nun schonmal hier also geht’s durch. Es gibt überhaupt nicht viel über den Tag zu erzählen deswegen hier nur Bilder. Nur noch Shanghai ist neuer und moderner wie Peking . das merkt man auch an der Bevölkerung , viele junge Menschen. Aber auch mehr Elektroroller auf den Fußwegen. Allgemein finden wir das man in China als Fußgänger nichts wert ist. Erst kommen die Autos und Roller , die auch bei Rot oder über Fußwege donnern und sich durch ihr ständiges hupen den weg frei machen. Dann noch die Fahrradfahrer und zum Schluss der Fußgänger.

Freitag 16. November
Wes regnet immer noch, und es soll auch noch den ganzen Tag so bleiben. Es geht von Cafe zu Cafe, und wir besuchen auch das größte Starbucks mit eigener Rösterei. Auch gehen wir noch zu China Mobile und besorgen uns eine Sim karte 10 GB für 100yuan den Monat, es dauert ewig ca. 1h. Eigentlich braucht man keine aber das wlan im Hotel ist mies oder einfach icht vorhanden. Und zum anrufen über Skype brauchen wir es schon. Das alle Google dienste (Youtube, Google, Facebook, Whatsapp , Google maps , Play Store etc.) nicht erreichbar sind müsste für Chinareisende klar sein. Wenn man im Wlan ist kann man einen VPN (bei uns Nord VPN, hat super funktioniert) davor setzen dann kann man auch Googlen aber bei einer Simkarte geht das nicht. Nachmittags fahren wir mit der Sightseeing Bahn unter dem Fluss lang. Also wenn ihr euch 6€ pro Person sparen wollt, fahrt da nicht mit es ist nix. Einfach nur schade da kann man auch mit der Metro fahren. 15.00 Uhr geht’s dann zum Bahnhof. 45 min. fahrt in einer überfüllten Metro mit zuviel Gepäck einfach nur schön. 18.00 Uhr besteigen wir unseren Bullet Train den Zug nach Peking . Knapp 1200 km in 4,5 h , naja bei ca. 340 km/h kein Problem.

Samstag 17. November
Von Japan aus hatten wir uns noch Tickets für die verbotene Stadt besorgt. Auf geht’s , 80000 Besucher täglich wird uns gesagt , aber müssen die alle kommen wenn wir da sind?? .

Na wenigstens scheint die Sonne. Ein paar Sachen für die Rückfahrt werden noch besorgt , Essen und Trinken für die Zugfahrt. Dann geht’s noch in die Lobby unser Freigetränk einnehmen, und bis 20 Uhr warten. Kurz davor bestelle ich noch ein Taxi das uns zur Beijing Railway Station bringt. 50 Yuan für die 8 km das geht in Ordnung. Vorm Bahnhof wieder jede Menge gewusel. Erst Ticketkontrolle dann Passkontrolle und natürlich noch Gepäckkontrolle. Jetzt warten bis 22.30 zum Einstieg in die Transsib. Eigentlich sind wir ganz froh , jetzt im Zug noch entspannen zu könne bei den Kilometern die wir in den letzten beiden Wochen runter geschrubbt haben. Wir bekommen glücklicherweise unser erste Klasse Abteil, war vom Ticket her nicht so ersichtlich. Glück nur wir zwei in der Kabine.

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